Der vor einem Jahr verstorbene Schriftsteller und Escholzmatter Ehrenbürger Hugo Loetscher hatte der Gemeinde seine private Bibliothek vermacht. Diese soll nun wissenschaftlich erschlossen werden. Teile daraus können bereits am Jubiläumsfest in Augenschein genommen werden.
Seit gut einem halben Jahr ist die Gemeinde Escholzmatt im Besitz der Büchersammlung des im vergangenen August verstorbenen Literaten Hugo Loetscher. Überwältigt von der Grösse der Bibliothek – es handelt sich um, geschätzt, 10 000 Bücher – hat die Gemeinde die Sammlung in der Sanitätshilfsstelle in der Schutzanlage Windbühlmatte zwischenzeitlich eingelagert, wie Gemeindeschreiber Hans Erni einen Bericht der «Neuen Luzerner Zeitung» bestätigt. Da bei den starken Regenfällen am Montag selbst in diesen Raum Wasser eingedrungen sei, wurden die Bücherkisten unterdessen an einem anderen Ort untergebracht.
Im Kontakt mit Literaturarchiv Seit die Gemeinde von der Schenkung erfahren hatte, war immer klar, dass diese Sammlung an einem besonderen Ort, in einem besonderen Rahmen zugänglich gemacht werden soll. Zur Zeit sei die Archivkommission der Gemeinde damit beschäftigt, die Möglichkeiten und Bedingungen für eine Präsentation des Nachlasses zu prüfen. «Uns ist bewusst, dass wir hier mit Fachleuten zusammenarbeiten müssen», sagt Gemeindeschreiber Erni, selber auch Mitglied der Archivkommission. Bereits hat die Kommission Kontakte mit der Nationalbibliothek und dem Literaturarchiv in Bern geknüpft. Dort werde der literarische Nachlass des Escholzmatter Ehrenbürgers verwaltet und für die Forschung zugänglich gemacht. Der Kommission wäre es ein Anliegen, wenn die Arbeit am literarischen Nachlass und an der Privatbibliothek Loetschers miteinander verbunden werden könnten.
Form noch nicht spruchreif Hans Erni verschwieg aber nicht, dass die Erschliessung der geschenkten Büchersammlung nicht gratis zu haben sei. Zur Zeit sei die Archivkommission damit beschäftigt, ein Projekt auszuarbeiten und die damit verbundenen Kosten zu errechnen. Diese Unterlagen sollen dann zuerst dem Gesamtgemeinderat vorgelegt werden.
Am kommenden Wochenende können Interessierte aber bereits einen Einblick in die Bücherwelt des weitgereisten Literaten Hugo Loetscher tun: Zum «Äschlismatter Tag» wird im Heimatarchiv eine Leseecke zur Bibliothek des Schriftstellers gestaltet. [ms.]
Vom 29. September bis zum 3. Oktober feiert die Kantonsschule Schüpfheim ihr 50-jähriges Bestehen. Für die Schule ist dies ein besonderes Ereignis, war die Existenz des kleinen Landgymnasiums doch mehrmals in Frage gestellt worden. Daher soll das Jubiläum mit der aktuellen wie auch der ehemaligen Schülerschaft und vor allem der ganzen interessierten Bevölkerung begangen werden. Diese ist am 3. Oktober zur Einweihung des schuleigenen Windkraftanlage eingeladen.
Am vergangenen Samstag präsentierte die Tagesplatzvermittlung Region Entlebuch in Schüpfheim ihr Angebot. Diese regionale Organisation besteht seit drei Jahren und ist weiter im Aufbau begriffen.
Die CVP Amt Entlebuch befürwortet den Wahlkreisverbund Entlebuch-Willisau. 63 von 68 Delegierten stimmten am Dienstagabend auf Heiligkreuz im Hinblick auf die Abstimmung vom 26. September für die Ja-Parole. Ja sagten die Delegierten auch zur Revision der Arbeitslosenversicherung; zudem portierten sie zuhanden der Kantonalpartei Ruedi Lustenberger als Nationalratskandidat 2011. – Die Delegierten der SVP Amt Entlebuch sagen Nein zum Wahlkreisverbund und Ja zur Revision der Arbeitslosenversicherung.